Berufshaftpflicht Rahmenvertrag

Versicherung

INVIVA Spezial-Berufshaftpflicht für den ÖGKV

Berufshaftpflicht - eine notwendige Absicherung!
 

Die Berufe im Gesundheitswesen, wie z. B. das Berufsbild der diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen, der Alten- u. Pflegehelfer(Innen) und dem Sanitätsdienst bringen Aufgaben und Tätigkeiten mit sich, die sich je nach dem Grad der Eigenständigkeit in der Anordnung und Durchführung der Maßnahme in einen eigenverantwortlichen, mitverantwortlichen oder interdisziplinären Aufgabenbereich teilen lässt.

 

Im Hinblick auf eine mögliche Haftung bei verschuldetem Fehlverhalten der diplomierten Pflegeperson ist es aber nicht entscheidend, ob man in eigener Verantwortung oder auf Grund einer schriftlichen ärztlichen Anordnung, also mitverantwortlich, handelt. Denn für alle durchgeführten Maßnahmen trägt noch jeder selbst die Verantwortung. Kommt es nun bei der Ausübung der beruflichen Tätigkeit zu einem Fehlverhalten und in der Folge auch zu einem Schaden, dann ist auch jener haftbar zu machen, der bloß aus Versehen gehandelt hat. Fahrlässigkeit bedeutet die „Außerachtlassung der gehörigen Sorgfalt“ oder auch „aus Mangel der gehörigen Aufmerksamkeit“. Erleidet der Patient in der Folge eines Fehlverhaltens einen Schaden, können existenzbedrohliche Ersatzansprüche einerseits vom Patienten und deren Angehörigen selbst aber auch in seltenen Fällen seitens der Sozialversicherung in Form eines Regresses entstehen.

 

Was leistet eine private Berufshaftpflicht?

Eine Berufshaftpflichtversicherung schafft Abhilfe für diese Sorgen. Sie schützt den Versicherungsnehmer vor den finanziellen Folgen eines gegen Ihn erhobenen Schadenersatzanspruches privatrechtlichen Inhaltes, unabhängig davon ob es sich um Personenschäden, das sind die Tötung, Körperverletzung oder Gesund­heits­schädigung einer Person (z. B. Schmerzens­geld­an­sprüche) Sachschäden, das sind Beschädigungen oder die Vernichtung von körper­lichen Sachen, oder Reine Vermögensschäden, das sind Schäden die am Vermögen des Geschädigten eintreten (z. B. Verdienstausfall), handelt.

 

Die Haftpflichtversicherung übernimmt:

  • Schutz vor den finanziellen Folgen eines gegen Sie erhobenen Schadenersatz­anspruches

  • Übernahme von gerechtfertigten Ansprüchen

  • Abwehr von ungerechtfertigten Ansprüchen

  • Gerichtliche u. außergerichtliche Kosten

  • Kosten des Sachverständigen

  • Regressansprüche seitens des Dienstgebers

  • Nachhaftung nach Beendigung des Versicherungsschutzes (z. B. Pension)

  • Gutachtertätigkeit lt. EinstV zum Bundespflegegesetz

  • Versicherungsschutz Europa

 

Nicht eingeschlossen sind Schäden, wie z. B.

  • Überschreitung der Befugnis,

  • Schäden, die dem Dienstgeber selbst zugefügt werden,

  • Vorsätzliches Handeln,

  • Gewährleistung und

  • Öffentlich rechtliche Ansprüche.

Versicherungssumme:

  • EUR 2.000.000,- für Personen- u. Sachschäden

  • EUR 30.500,- für Vermögensschäden

 

Versicherer leistet für die innerhalb eines Versicherungsjahres eingetretenen Versicherungsfälle höchstens das Dreifache.

 

Für viele Berufe ist eine Berufshaftpflichtversicherung (z. Bsp.: Notare, Versicherungsvermittler, gewerbliche Buchhalter, usw.) zwingend vorgeschrieben und die Berufsausübung ohne deren Nachweis überhaupt nicht möglich. Für Berufe im Gesundheitswesen gibt es zwar keine Verpflichtung zum Abschluss einer solchen, jedoch kann ich Ihnen mit voller Überzeugung dazu nur raten.

Bin ich nicht über den Dienstgeber Haftpflicht-versichert?

Der Dienstgeber leistet bei allen Ansprüchen Dritter. Laut Dienstnehmerhaftpflichtgesetz ist er jedoch berechtigt beim Dienstnehmer zu regressieren.

 

Für Schäden, die der Dienstnehmer bei Erbringung seiner Dienstleistungen dem Dienstgeber durch eine entschuldbare Fehlleistung zufügt, haftet der Dienstnehmer nicht, d.h. der Dienstgeber zahlt die Forderung. (§2 Abs 3 DHG). Unter einer entschuldbaren Fehlleistung ist der leichteste Grad der Fahrlässigkeit zu verstehen, für den nach den allgemeinen Vorschriften noch einzustehen wäre.

 

Bei leichter oder grober Fahrlässigkeit kann das Gericht aus Gründen der Billigkeit und mit Rücksicht auf die besonderen Umstände den Ersatz zwar mäßigen, trotzdem kommen auch in diesem Fall zumindest Teilkosten der Gesamtforderung auf den Dienstnehmer zu.

Was unterscheidet eine Berufshaftpflichtversicherung von einer Strafrechtsschutzversicherung?

Eine Rechtsschutzversicherung dient der Durchsetzung der Ansprüche im Zivil- und Strafverfahren, eine Haftpflichtversicherung übernimmt gerechtfertigte Ansprüche (z. Bsp.: Schmerzensgeld) und wehrt ungerechtfertigte Ansprüche ab.

Beispiel eines wirklichen Schadenfalls

Eine Krankenschwester träufelt anstatt Augentropfen Desinfektionsmittel in die Augen! Folgen: Verätzung des Auges, Patient hat 3 Tage starke und 2 Tage leichte Schmerzen. Der Krankenhausaufenthalt verlängert sich um 2 Tage.

 

Der Krankenschwester drohte:

1) Ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung. Hierbei handelt es sich um ein Offizialdelikt, die Staatsanwaltschaft ist ab sofort zuständig. Nun wird der Sachverhalt geprüft. Es kommt entweder zur Einstellung oder Eröffnung des Verfahrens. Sollte das Verfahren eröffnet werden, dann endet es mit einem Freispruch oder mit einer Verurteilung. Die Kosten dieses Verfahrens trägt die Rechtsschutzversicherung. Geldstrafen sind aus der eigenen Tasche zu begleichen.

 

2) Ein Zivilverfahren hinsichtlich des Schmerzensgeldanspruches: Nun handelt es sich um ein Privatanklagedelikt, der geschädigte Patient kann un­ab­hängig vom Ausgang des Strafverfahrens seinen Schmerzens­geld­an­spruch beim Zivilgericht einklagen (meistens durch einen Anwalt). Das klingt zwar absurd, aber dies hängt damit zusammen, dass in Österreich der Zivilrichter nicht an die Entscheidung des Strafrichters gebunden ist. Sollte es nun im Zivilverfahren zu einem Schuldspruch kommen, übernimmt die Haftpflicht­ver­siche­rung das Schmerzensgeld des Patienten.

 

3) Regressansprüche des Sozialversicherungsträgers: da durch Fremd­ver­schul­den die Sozialversicherung zu einer Leistung verpflichtet (längerer Kranken­haus­aufenthalt) wurde, trägt sie vorab die Kosten der notwendigen Be­hand­lungen, fordert diese aber im Regresswege vom Verursacher wieder ein. Auch diese Kosten trägt die Haftpflichtversicherung.

Wie komme ich zu einer Berufshaftpflicht-Versicherung?

Die INVIVA GmbH und der ÖGKV haben gemeinsam einen Rahmenvertrag über eine Haftpflichtversicherung mit der Helvetia Versicherung abgeschlossen und können Ihnen nun folgenden stark ermäßigten Tarif anbieten. Jedem Mitglied des ÖGKV kostet dieser Schutz lediglich EUR 32,50 inkl. Versicherungssteuer pro Jahr bei Erteilung eines Abbuchungsauftrages.

 

Sollten Sie Fragen zur Berufshaftpflichtversicherung haben, steht Ihnen der ÖGKV bzw. mein Team und ich natürlich sehr gerne für ein Beratungsgespräch zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Kontakt

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